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Die kleine Liebes-Apotheke

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Montag, 23.06.2008, 21:57
Liebe Holunder,

zehn Jahre war ich mit einem Mann zusammen und da war einiges, was mir schwer aufgestoßen ist. Ich habe das auch ausgesprochen, aber Gerd war nicht gewillt, auch nur ein winziges Stückchen nachzugeben. Gerd konnte unglaublich herrisch sein, rechthaberisch und – ich will’s gar nicht aufzählen, es tut ja nix zur Sache, eben weil wir getrennt sind, seit einem halben Jahr. Die Trennung ist von mir ausgegangen. Vor kurzem habe ich ihn getroffen, zufällig, und dann gleich noch einmal mit seiner neuen Freundin. Ich kenne den Mann nicht wieder! Der ist wie ausgewechselt: Höflich, freundlich, charmant. Ich bin völlig von den Socken. Es hat mir keine Ruhe gelassen und so habe ich ein bisschen spioniert. Das war nicht weiter schwierig, weil wir zwei gemeinsame Freunde haben. Jetzt weiß ich: mein Eindruck war absolut richtig. Der Mann hat eine Kehrtwendung gemacht. Als er bei seiner Neuen eingezogen ist, hat er bei jedem Stück, das er mitgebracht hat, gefragt, ob es ihr recht ist, wenn das in der Wohnung steht. Er, der nie gefragt hat, immer nur allein entschieden und getan, was er für richtig hielt. Ihr zuliebe hätte er sogar auf sein geliebtes Aquarium verzichtet. Wie bitte ist das möglich? Hat er eine Gehirnwäsche durchführen lassen oder was? Wäre er vor zwei Jahren so gewesen, hätte ich mich nie von ihm getrennt! Ich komme mir ziemlich bescheuert vor. Fast beneide ich sie jetzt um diesen tollen Mann. Verstehen kann ich das alles nicht. Vielleicht können Sie’s mir erklären.
Angelika, 37

Oje. Ist das schwer. Da haben sich die Trennungswogen ein wenig gelegt und auf einmal schleicht sich da so eine Entzündung der Trennungslinie ein und schmerzt. Es ist gut, dass Sie sich mit der Situation auseinandersetzen, sonst kommt womöglich noch ein Liebesnesselausschlag dazu und der tut erst recht weh.
Das kommt oft vor, dass Menschen eine neue Beziehung völlig anders angehen. Dafür gibt’s viele Gründe. Da gibt’s Getrennte, die sind wild entschlossen, diesmal „endlich alles richtig zu machen“ und versuchen, Fehler, die ihnen selbst auffallen, nicht zu wiederholen. Möglicherweise hat Herr Gerd mehr verstanden, als Sie denken. Männer tendieren dazu, die Dinge nicht auszusprechen, aber dennoch setzen sie sich mit den Problemen auseinander. Vielleicht hat er beschlossen, dass es an der Zeit ist, sein Verhalten zu ändern. Und jetzt versucht er’s. Er wird wolkenweich und artig und hat ein neues Leben begonnen. Ob er das durchhält, wird sich zeigen. Sie sollten sich aber nicht weiter damit beschäftigen. Für Sie ist der Mann Vergangenheit. Wenden Sie sich neuen Zielen zu. Wer weiß, welches Prachtexemplar da noch unbeachtet durch die Welt läuft. Greifen Sie zu!
Holunder

aus: Christiane Holler: Die kleine Liebesapotheke. Ein heiterer Beziehungsratgeber
160 Seiten, ISBN 978-3-7015-0507-4, EUR 16,90
Verlag Orac

Mittwoch, 18.06.2008, 21:53
Liebe Holunder,

ich glaube, ich hab’ etwas sehr Dummes gemacht. Ich geh’ seit ein paar Wochen mit einem Mann aus. Ich finde ihn total lieb und mein Herz klopft schon ganz ordentlich. Aber er tut und tut nicht weiter. Vor ein paar Tagen habe ich ihn dann ganz direkt gefragt: „Sag einmal, was ist das jetzt mit uns beiden? Haben wir eine Beziehung oder gehen wir nur so miteinander aus?“ Daraufhin ist er fast erstarrt, jedenfalls war es ihm sichtbar unangenehm. Ich hätte mir am liebsten mit dem Holzhammer auf den Kopf geschlagen, aber ich konnte es nicht mehr ändern. Das war, glaub’ ich, ganz blöd, was ich da gesagt hab’. Aber ich hab’s einfach nicht mehr ausgehalten. Antwort habe ich allerdings keine bekommen. Und seither ist Funkstille zwischen uns. Alex meldet sich einfach nicht mehr. Kann ich das wieder gut machen? Oder ist jetzt alles zu Ende?
Silke, 29

Ich blättere einmal nach unter Ungeduld, akute. Wer nicht die Ruhe weg hat, dem fehlt über kurz oder lang etwas anderes. Das ist ungerecht, aber das ist so. Pflanzliche Beruhigungsmittel will ich Ihnen gar nicht nennen, denn dazu zählen auch Veilchen und Gartenrosen und die werden in Ihrem Fall ganz und gar nicht helfen; im Gegenteil, das stimuliert Sie vielleicht noch. Aber ein Tässchen Kamillentee kann nicht schaden. Es ist einfach so, Silke, dass Männer oft viel dünnhäutiger sind als man allgemein annimmt. Und viel langsamer, als man uns immer erklärt. Da heißt es immer, der Mann sei ein emotionaler D-Zug, die Frau braucht mehr Zeit. Aber das stimmt schon lange nicht mehr. Vielleicht auch deshalb, weil wir Frauen uns immer stärker an das Tempo der männlich dominierten und orientierten Arbeitswelt anpassen. Und das ist verdammt schnell. Die Männer hingegen haben manchmal schon genug davon und wünschen sich mehr Zeit. Zeit, damit es wachsen und werden kann und damit es gedeiht. Ja, und mit Ihnen sind halt die Pferde durchgegangen, wie man so sagt. Und er fürchtet sich, oder was auch immer. In jeden Fall wäre er es vermutlich lieber langsam angegangen, aber dann stehen Sie vor seiner Tür und begehren Einlass. Was Sie tun können – schenken Sie ihm eine Uhr. Es gibt sehr hübsche aus Schokolade, etwa ein Euro das Stück im Bonbon-Fachgeschäft. Legen Sie ein Zettelchen dazu, auf dem steht: „Ich hab’ alle Zeit der Welt. Verzeih!“ – oder so ähnlich. Und dann warten Sie, was passiert. Warten müssen Sie, da fährt die Eisenbahn drüber.
Eine gute Zeit wünscht Ihnen
Holunder

Persönliche Notiz
Das war verlorene Liebesmüh, der Rat. Sie hat den ängstlichen Alex schon unter „erledigt“ abgelegt. Diese Trauerphase war nur kurz. Schon ist sie auf zu neuen Abenteuern. Das haben Katastrophen so an sich, dass sie so schnell vergessen sind …

aus: Christiane Holler: Die kleine Liebesapotheke. Ein heiterer Beziehungsratgeber
160 Seiten, ISBN 978-3-7015-0507-4, EUR 16,90
Verlag Orac

Montag, 09.06.2008, 14:52
Liebe Holunder,

ich bin seit 10 Jahren verheiratet, wir haben zwei Kinder und nach außen hin scheint alles perfekt. Ich arbeite vormittags Teilzeit, man Mann hat sich vor zwei Jahren selbstständig gemacht. Er ist sehr tüchtig und ehrgeizig und es geht uns finanziell gut. Aber seit er keine fixen Bürozeiten mehr hat, macht er mich wirklich rasend. Ich versuche unseren Kindern ein geordnetes Familienleben zu geben und zumindest abends ein gemeinsames Abendessen einzurichten. Und dann sitzen wir und warten, aber von ihm ist weit und breit keine Spur. Schließlich essen wir allein und dann taucht er irgendwann spät am Abend auf. Er hatte ein Computerproblem und hat sich darin verbissen und die Zeit vergessen. Das geschieht nicht ein Mal die Woche, sondern ständig. Ich weiß, er sagt die Wahrheit. Der hat keine Freundin, der liebt bloß seine Arbeit über alles. Aber ich bin dann schon stinksauer, wenn er heimkommt, die Kinder schnauze ich auch an und unser Familienklima ist ziemlich mies. Auch für das Wochenende kann ich nichts mehr ausmachen, weil ich mich nie darauf verlassen kann, dass er heimkommt. Wenn Philipp doch einmal da ist, möchte er bei Tisch Zeitung lesen, aber das lasse ich nicht zu. Und dann gibt es wieder Streit. Ich mein, so geht’s doch auch nicht. Ich will einfach, dass die Kinder lernen, wie man sich ordentlich benimmt bei Tisch. Und dass wir gemeinsame Mahlzeiten einnehmen und gemeinsam etwas unternehmen. Wir reden so gut wie gar nicht mehr miteinander und ich fürchte, die Familie geht noch kaputt.
Was raten Sie mir?
Gabriele, 37

Ich glaube, Sie leiden an der spiralförmigen Beziehungsstörung, Gabriele. Die heißt deshalb so, weil man sich spiralförmig in den Boden hineinbohrt und nur ganz schwer wieder herausfindet. Es sieht aus, als gingen sie beide, Ihr Mann und Sie, gerade in zwei verschiedenen Gassen und könnten einander nicht sehen. Und nun stellt sich die Frage, ob einer von ihnen bald abbiegt und die Richtung wechselt oder ob sie einen kleinen Verbindungskanal graben, damit sie wieder zueinander kommen können.
Sie haben also eine feste Vorstellung davon, wie das Familienleben sein soll. Er geht seiner Arbeit nach. Und wenn er heimkommt, benimmt er sich nicht so, wie Sie sich das wünschen. Die Frage ist: Muss er das? Sich so verhalten, wie Sie das wollen? Ich denke, der Mann hat beruflich gerade eine schwierige Phase. Eine Firma aufzubauen, das ist eine Herausforderung. Da kommt es vor, dass er abends lang wegbleibt. Das kann noch geraume Zeit so weitergehen. Dass er dann zu Hause bei Tisch Zeitung lesen will, ist vermutlich ein Zeichen dafür, dass er ziemlich erledigt ist. Da will man dann gar nix mehr reden, bloß irgendwelche Buchstaben vor den Augen tanzen lassen. Ich denke, Sie sollten nachsichtiger sein und Ihre festen Vorstellungen von einem Familienleben ein wenig zurückstellen. Die Gefahr, dass Sie sich ans Nörgeln gewöhnen, ist groß. Und das gefällt wohl niemandem, Ihnen selbst schon gar nicht. Versuchen Sie einmal, mit Philipp zu reden. Vielleicht können Sie einen Tag der Woche vereinbaren, an dem die Familie gemeinsam isst oder sonst etwas unternimmt. Einen Tag in der Woche intensives Familienleben. Das ist eine gute Alternative zu „dauernd, aber mit Zwang“. Sie selbst sollten sich einen Ausgleich suchen. Gehen Sie abends einmal fort. Ins Kino, ins Cafe, zum Plaudern mit Freundinnen, zum Sprachkurs oder was auch immer. Nehmen Sie sich einen Babysitter und ein paar Stunden für sich. Dann haben Sie selbst etwas vor und müssen nicht mit steinerner Miene darauf warten, dass der Angetraute erscheint. Den Kindern tut es auch gut, eine glückliche Mutter um sich zu haben. Ich weiß schon, wir haben ein ideales Bild vor Augen und möchten gerne, dass das Leben dem entspricht. Das tut es aber oft nicht. Und manchmal ist das sogar gut so.
Alles Gute!
Holunder

Antwort Gabriele:
Sie haben sich auf seine Seite geschlagen, wissen Sie das? Kümmern Sie sich gefälligst um meine Probleme. Schließlich komme ich zu Ihnen, nicht er!

Ich schlage mich auf niemandes Seite, gute Frau. Ich denke nach und berate. Es steht Ihnen völlig frei, meinen Rat anzunehmen oder nicht.

Überheblich sind Sie auch noch. Pfui!

Persönliche Notiz
Meine Lippen sind verschlossen, mein Computer hat Tastensperre. Jetzt bloß keine Antwort geben. Klar bin ich überheblich. Überheblich ist mein zweiter Vorname.

aus: Christiane Holler: Die kleine Liebesapotheke. Ein heiterer Beziehungsratgeber
160 Seiten, ISBN 978-3-7015-0507-4, EUR 16,90
Verlag Orac